Smart City

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Smart City: Zur Ausgangssituation

Digitaltechnologien sind bei Städten und Kommunen seit 40 Jahren in unterschiedlicher Form im Einsatz. PC, Client-Server-Architektur, das Internet waren entscheidende Meilensteine.

Smart Phones, Sensorik, Kamerasysteme, Wearables, Social Media, M2M und andere Entwicklungen lassen Bürger und Unternehmen immer mehr teilhaben und zum Motor der Digitalisierung werden.
Hinzu kommt, dass drahtlose Vernetzung Daten weiträumig und jederzeit verfügbar macht. 
Neben der bekannten Automatisierung schaffen Technologien wie Drohnen, mobile Robotik, 3-D-Druck, Künstliche Intelligenz gestalterische Möglichkeiten in einer bislang ungekannten Breite.

Nach aktuellem Forschungsstand werden Disruption und die Digitale Transformation verstärkt dazu führen, dass der Wettbewerb unter Städten und Metropolregionen zunimmt.

Die Erklärung ist denkbar einfach: Ein Großteil der Arbeitsleistung an mobilen oder Büroarbeitsplätzen ist digitalisiert nicht mehr ortsgebunden. Ein Großteil der Wertschöpfung in hochentwickelten Industrieländern besteht aus Entwicklung, Planung, Veränderung und digitalen Produkten aller Art.  Verwaltung, Finanzen, Forschung & Entwicklung, Bildung und Entertainment können ebenfalls digital importiert und exportiert werden.

 

Smart City: Die Hypothese

Nicht mehr Flüsse, Berge, Meer entscheiden über Standortqualität, sondern digitale Infrastrukturen wie Übertragungsbandbreite und Qualität digitaler Services. Von jetzt an hat jede Stadt, jede Metropole es selbst in der Hand, im Standort-Wettbewerb die Nase vorn zu haben.

Ein erhöhter Wettbewerb legt es also nahe, auch die Wettbewerbsvorteile der Digitalisierung für eine Stadt oder Kommune auszuschöpfen.
Es stellt sich so die Frage, in welcher Form dieser Veränderungsprozess bewältigt und die Stadtentwicklung möglichst aktiv gelenkt werden kann, in welchen Anwendungsfeldern und in welcher Reihenfolge Digitalisierung in einer Smart City Konzeption in den nächsten Jahren auf Basis einer gut durchdachten Digitalisierungs-Road Map zur Umsetzung gelangen soll.

Bereits heute gibt es weltweit in den führenden Städten und Regionen viele innovative Lösungen, die wertvolle Impulse geben für die kommende Digitale Transformation – also neue Digitale Servicemodelle und innovative Anwendungen von Digitaltechnik – auch und gerade im öffentlichen Bereich.

 

Smart City: Beispiele für Anwendungsfelder

Am IIW haben wir das „Zwiebel-Modell“ entwickelt:   Für viele beginnt die Digitalisierung in der Stadtverwaltung intern:  smarte digitale Workflows, am Desktop kreiert, die eAkte, digitale Dokumente –  das sogenannte eGovernment – für viele Verwaltungen in Deutschland noch ein Wunschtraum, anderswo längst Realität.

In einer weiteren Ebene beschäftigen sich unsere Smart City Konzepte vornehmlich mit der Stadt als Dienstleistungsbetrieb mit seiner Vielzahl an B2C-Bürgerservices ebenso wie B2B-Aktivitäten in Richtung der angesiedelten Unternehmen –  beides  end-to-end digitalisiert und natürlich in Richtung Bürger als Webservice dargeboten.   Kein Formulartourismus, keine Wartezeit mehr. 

Spannend wird es, wenn mit dem IIW das gesamte Stadtgebiet zum Gestaltungsraum von Smart City Konzepten wird:  Hier geht es zunächst um Gestellung der Infrastruktur in Form von Übertragungsbandbreite (Glasfaser), Vernetzung (WLAN) oder die Ansiedlung attraktiver Anbieter von Digitalen Services. 

Für das Spektrum an verfügbarer und bezahlbarer Digitaltechnik – wie Geo-Informationssysteme, Satellitentechnik, Sensorik – finden sich vielfältige Einsatzgebiete, unter anderem

  • ÖPNV – Verkehrsleittechnik – neue Mobilitätskonzepte
  • Abfall- und Recyclingwirtschaft
  • Gesundheit – Umwelt – Emissionen
  • Schulen – Bildung – Weiterbildung
  • Öffentliche Sicherheit / Emergency Management
  • Technisches FM – Gebäudeleittechnik
  • Energie-Effizienz – Erzeugung – Übertragung – Energie-Management
  • Stadtmarketing und neuartige Bürgerservices, z.B.  für Shopping und Tourismus

 

Smart City: Forschung und Hilfestellung

Das IIW Institut ist aktuell in eine Reihe von Untersuchungen und Forschungsprojekten eingebunden.
Städte und Kommunen wie auch Hersteller von Technologien und Service-Anbieter stehen vor der Aufgabe, für die Möglichkeiten des Technologieeinsatzes neue Anwendungen, Fallbeispiele, Pilotprojekte zu schaffen, um Nutzen, Risiken und Kosten abzuschätzen – Prototypen, Pilotprojekte, Leuchttürme.

Wie seit Gründung ist hier das IIW keineswegs Steigbügelhalter, sondern kritischer Bewerter und kreativer Gestalter neuer Technologieanwendungen.

Es geht um die zielführendsten neuen Anwendungen, die gezielt und systematisch, mit wissenschaftlicher Methodik identifiziert, bewertet und auswählt werden und in einer Digitalisierungs-Road Map visualisiert werden müssen.

 

Insbesondere die internationalen Kontakte des IIW sind hier hilfreich, Vergleiche und Anregungsinformationen zu liefern mit all den Städten innerhalb und außerhalb Europas, die bereits einen weiteren Entwicklungsstand aufweisen und deren Erfahrungen genutzt werden können.

 

Smart City:  Umsetzungsperspektiven

Veränderungsmanagement benötigt glaubwürdige und kompetente Partner. 

Auch den Städten und  Kommunen steht das Institut für Informationswirtschaft unter Leitung von Prof. Welker an dieser Stelle als  Berater bei  politischen WillensbildungsprozessenModerator von Entwicklungsprozessen, Projektleitung für Einzelprojekte und als Lieferant für digitale Lösungen wie Workflow-Systeme, Plattformen, Leitstände zur Seite.

Für die Digitale Transformation hat das IIW auch ein spezielles Management-Programm für das Entwickeln einer Smart City entwickelt.

Unsere Philosophie, die uns auch bei mittelständischen Unternehmen so erfolgreich macht:
Digitalisierung anschieben helfen – pragmatisch, leicht verständlich, in überschaubaren Schritten, mit Blick auf das Machbare, was Arbeitsaufwand und Budgets auf der Kundenseite anbetrifft.