DIGITALES ENERGIE-MANAGEMENT

Klimawandel und Energieversorgung werden als Megatrends die Wirtschaft und die wirtschaftliche Entwicklung bereits in den kommenden zehn Jahren nachhaltig bestimmen und verändern. Der Wandel ist absehbar und Stichworte wie e-Mobilität, Smart Grid, neuer Energie-Mix sind in aller Munde. Dabei steht der Markt für Energie und Energiedienstleistungen aufgrund der gleichzeitigen rapiden Veränderung in Bedarfsstruktur, Umwelt, Deregulierung, Energieknappheit, neuartige Technologien im Gesamt vor erheblichen Umbrüchen und damit die zukünftige inner- und zwischenbetriebliche Handhabung von Energie und Emission. Wir haben ein “Picture of the Future: Energy 2025” entworfen: ein Bild mit 15 Facetten, die allesamt dafür sprechen, daß zukünftig das Thema Energie vielschichtiger zu managen sein wird, beispielsweise weil...
  • die Einbindung in das zukünftige digitale Energienetz höhere Anforderungen an Netzqualität nach EN 50160 stellen wird
  • höhere Anforderungen an Dokumentation der eigenen Energieintensität und -effizienz ein Mehr an Metering, Monitoring, Reporting mit sich bringen werden
  • rigidere Gesetzesauflagen vermehrt zu Zertifizierung und Auditierung in Richtung EMAS und ISO 14000er führen werden
  • Umweltauflagen auch eine Quantifizierung von CO2- und Energieeffizienz-Daten auch je einzelnes Produkt bzw. je Leistungseinheit erfordern werden
  • neue internationale Bezugswege, Contracting und Pricing (Yield Management u.a.m.) mehr IT-Durchdringung aller Beteiligten mit sich bringt.
In der Folge müssen Unternehmen ein leistungsfähigeres Energie- und Emissionsmanagement einrichten. Dieses wird zudem eine stärkere Beachtung auf höherer Managementebene erfahren. Es ist unsere Überzeugung, daß speziell Digitaltechnologien die zentrale Schlüsseltechnologie für die Lösung von energie- und emissionsbezogenen Fragen unserer Zeit darstellen. Wir finden diese Technologie in noch separierten Branchen wie Fabrikautomation, Gebäudeautomation, Prozeßleittechnik einerseits und Informations- und Kommunikationstechnik andererseits - sie stehen noch vor ihrer Digitalen Konvergenz. Das Institut für Informationswirtschaft steht hierzu im Institutsverbund als unabhängiger Forschungspartner im Dialog mit allen Technologieausrüstern - auf Automatisierungsseite wie auf der IT-Seite. Unternehmen werden ein professionelleres und digitaltechnikbasiertes Energiemanagement brauchen - beginnend mit Metering, über vielfältige Verfeinerungen und Anpassungen von BDE und ERP bis hin zu einem ausgebauten Energie-Controlling und Risikomanagement. In der Folge werden die neuen operativen Energiesysteme und filigrane inner- und zwischenbetriebliche Energieflüsse mit Erzeugung, Speicherung, Einspeisung, also energiebezogene Leistungsstrukturen auch in allen Informations- und Steuerungssystemen (BDE, MES, PPS, ERP) durchgängig abzubilden sein. Des weiteren werden Unternehmen in Beschaffung und Vertrieb zusätzliche Energiekategorien einbeziehen. Mehr Metering, neue Abrechnungsmodelle, energiebezogenes Contract Management und eine Reihe spezieller Anwendungssysteme werden hierfür entwickelt. Im Endergebnis bedeutet all dies neue operative Handhabungen von Steuerungsinformation und neue Anforderungen an Informationsmanagement und IT. Für das Top-Management münden alle vorgenannten Details in aggregierter Form vornehmlich in Effizienz- und Risikoinformationen.

Beitrag des IIW

Unsere Kompetenz am IIW ist es, die Unternehmen dabei zu unterstützen, die gegebene Komplexität, die aus Unternehmensprozessen, Technologieoptionen und aus dem wirtschaftlichen und rechtlichen Wandel resultiert, zu reduzieren. Im Ergebnis geht es darum, erforderliche Maßnahmenpakete in eine logische Reihenfolge zu bringen und erfolgreich umzusetzen. Wir verfolgen einen zweistufigen Ansatz: Zunächst führen wir einen Workshop durch, der für das Thema sensibilisiert und erste Defizite im betrieblichen Energie-Management identifiziert. In einem zweiten Schritt bieten wir mit einem Management-Programm die praxisorientierte Methodik, bestehende Lücken im Energie-Management zu schließen und mögliche Probleme zu vermeiden. Ein integriertes Projekt beinhaltet dann folgende Phasen: Analysephase, Konzeptphase und Einführungsphase einschließlich Umsetzungsbegleitung durch das IIW.